Das »Herbarium Erlangense« wurde 1825 von Wilhelm D. J. Koch begründet. Mit seinen ca. 190.000 Belegen aus aller Welt ist es das zweitgrößte Herbar in Bayern und das etwa fünftzehngrößte in Deutschland. Damit gehört es zu den großen Herbarien in Deutschland. Der regionale Fokus der Sammlung liegt auf Nordbayern und Südspanien.
Das Erlanger Herbarium besteht aus mehreren Teilsammlungen und wird derzeit digitalisiert. Es können rund 19.000 Belege nach Taxon, Sammler und Fundort abgefragt werden. 5.000 Belege wurden bisher bildlich erfasst.
Das Herbarium Erlangense nimmt am internationalen Tausch- und Leihverkehr für Herbarien teil. Das Akronym (Kürzel) im Index Herbariorum, dem Verzeichnis der Herbarien der Welt, ist ER. Durch die Umstellung auf die elektronische Erfassung der Bestände wird ein schnellerer Zugriff möglich sein. Vor allem ist aber weltweit sichtbar, welche Belege im ER abgelegt und ausleihbar sind. Zunächst werden die in den letzten Jahrzehnten angefallenen Aufsammlungen in die Datenbank eingegeben. Die Bearbeitung der abgeschlossenen Teilherbarien (KOCH, HELLER) mit ihren großen Mengen von Pflanzenmaterial und die Inventarisierung von Typusbelegen werden im Laufe der Zeit folgen.